kulturindustrie 4.0

diesen kurzen Beitrag, dies Bruchstück hinter dem sich hinter jedem Begriff mehr verbirgt als ich mir borgen kann oder anderes noch erwarte! vielleicht hat schon jemand darüber nachgedacht und schreibt mir einen Kommentar, Danke!

Wer sind Wir? Wer schreibt noch? ..und ich hörte die Frage: Wer versteht das noch?

Wer glaubt noch?..wäre zu ergänzen.

Unter Kultur alles zu verstehen, was der Mensch für seine Zwecke braucht, um zu überleben, wird jetzig gerade enttäuscht, weil zwecklos wird es, wenn über Kultur geschrieben oder diskutiert wird, auch eine Leitkultur hilft nicht, wenn die Endspiele um den Anfang beginnen oder halt enden.

Die letzten Tage stößt mir daher immer wieder eine Frage auf:

Mit was habe ich es hier zu tun, wenn ich mich vor meinen Apparat setze, antäusche und im Tausch- wie Gebrauchswert gegen null mich strebe, strebsam, redlich und gut: corporate identity oder ich lass mir meine Ausweisnummer tätowieren, ich und ich und ich.

Welche Arbeit braucht unsere Kultur noch? Welche würde Sinn machen? Wenn doch die ersten und letzten Entscheidungen immer schon getroffen sind, niemand ist so blind wie Kultur, die nachträglich den Kummer der Zeiten uns wegtröstet, der Über-bau, schreit s aus mir, der fehlt, jetzt sterben? Sinnlos: Da ist kein Paradies mehr. Thanatos grüßt ein letztes und ersten Mal.

Dieser Riss meint Heidegger ist entstanden „weil Gott gegangen ist und noch nicht wieder erschienen“, also sind Wir zwischen Anfang und Ende, wie auch schon Hegel bemerkte, der die Neuzeit eh als eine stetige Geburt brandmarkte. Geschichten soweit die Stimme trägt oder Es schweigt, wer kann..

Nun ich: Kultur muss ent-täuschen, muss ein heraus-scheitern nicht nur vortäuschen, also mit dem größtmöglichen Schiff oder halt mit der Schubkarre vorfahren. Enttäuschen in dem Sinne, dass die Ziele wie Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit, wenn nicht sich ausschließen, sich aber doch wechselseitig so bedingen, das ein Schlamassel einer Ordnung dabei herauskommt, die eine Juliette staunen gemacht hätte. Überflutet von Bildern, umschattet vom Nichts im Zwischenland.

Für eine Zeitdiagnose scheint nur noch der ICD hilfreich zu sein, wem dabei nicht das Leiden widerwillig abhanden kommt, der baut sich einfach einen neuen Apparat, mit dem das jeweilige Übel zu messen ist, ein Wagnis, wer das noch zu verstehen glaubt.

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